It's your choice - Olympia

Daniel Oetzel, sportpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, im Hamburger Abendblatt: 29.09.2015

JENS MEYERWELLMANN HAMBURG:: Da ntzte auch die bermacht der OlympiaFans auf dem PolitikerPodium nichts: Die Schler des CharlottePaulsenGymnasiums in Wandsbek stellten am Montag vor allem kritische Fragen zur Bewerbung fr die Spiele 2024. Ob man neben den Stadien von HSV und FC St. Pauli wirklich ein neues brauche, wollte Konstantin ("Consti") aus der Oberstufe wissen. Warum Hamburg nicht auch ohne Spiele Wohnungen in einem neuen HafenStadtteil bauen knne, fragte die 15jhrige Charlize. Viele Schler wollten wissen, ob man das viele Geld nicht besser verwenden knne und ob am Ende wegen Olympia womglich an der Bildung gespart werde. Der 17 Jahre alte Yasser fragte, ob die Stadt nicht mit der Integration von Flchtlingen genug zu tun habe. Und der 18jhrige Domenik wollte wissen, wie unabhngig die OlympiaAnalysen seien und ob man die Zahlen manipulieren knne. Das mit den Zahlen sei nicht so einfach, antwortete die Brgerschaftsabgeordnete Karin Timmermann, die fr die SPD an der von AbendblattOlympiaFachmann Rainer Grnberg moderierten Auftaktveranstaltung der Reihe "Olympia? It's your choice" teilnahm, die jetzt durch Hamburgs Schulen zieht. Denn die Planung bestehe aus 650 Einzelprojekten. Alles laufe aber in der Senatskanzlei zusammen, daher werde man "verhltnismig verlssliche Zahlen bekommen". GrnenPolitikerin Christiane Blmeke betonte, dass der Senat bald einen Finanzreport vorlege. Auch msse der Bund "richtig Knete geben, sonst macht der Senat das nicht". CDUMann Philipp Heiner brachte das Dilemma auf den Punkt: "Wenn wir eine Abstimmung so frh machen, dass wir aus der Bewerbung gut aussteigen knnen, dann knnen wir nicht bis auf den letzten Euro sagen, was es kostet", sagte er. "Die Alternative wre: Wir machen eine Abstimmung, wenn die Veranstaltung viel nher ist. Dann haben wir aber schon viel Geld reingesteckt und bei einem Nein wre das verloren." Energisch in den Fettnapf trat LinkenAbgeordnete Heike Sudmann, die vor steigenden Mieten durch Olympia warnte und das mit dem Satz "Ihr wollt doch nicht alle in Jenfeld wohnen" unterstrich. Das sorgte fr groes Gejohle, denn viele Schler wohnen in diesem Stadtteil. So oder so, die Stadt werde "auf den Schulden sitzenbleiben", sagte Sudmann. Das wiederum fand FDPVertreter Daniel Oetzel "zum Totlachen". Fr alles htten die Linken Geld, aber fr Olympia nicht, so der Chef der Jungen Liberalen, der strmischen Applaus fr diese Kritik an der Linken einfuhr, die es offenbar nicht so mit Jenfeld hat. Der AfDVertreter kam deutlich zu spt und sagte kaum etwas. Dass fnf von sechs Diskutanten fr Olympia seien, finde sie manipulativ, monierte gegen Ende Marie aus der S3. Das liege daran, dass dies eben die Positionen der Fraktionen seien, so die Antwort. Immerhin habe man die "Stop 01ympia"Initiative zu Wort kommen lassen. Streit um die Besetzung gab es auch bei den Grnen. Die Grne Jugend (GJ), die eine kritischere Position zu Olympia pflegt, warf ihrer Partei vor, sie auszuschlieen. SchulDiskussionen seien immer von den Jugendorganisationen beschickt worden. Dass die Fraktion das hier verhindere, sei "eine Beschrnkung der Meinungsfreiheit", so GJSprecher Yannick Wehr. "Unangenehme Positionen der Grnen Jugend

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