Kinderwunschbehandlung auch in Hamburg frdern/Gleichstellung nicht ehelicher Partnerschaften

Daniel Oetzel, sportpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, beantragte vor dem folgenden Hintergrund: 28.09.2016

Seit der rot-grnen Gesundheitsreform aus dem Jahr 2004 werden die Kosten fr eine Kinderwunschbehandlung durch Manahmen der assistierten Reproduktion von Frau- en, die nicht jnger als 25 Jahre und nicht lter als 40 Jahre sind, nur noch zur Hlfte fr die ersten drei Versuche von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ber- nommen (gem 27a SGB V). Fr die andere Hlfte sowie die Kosten fr weitere Versuche mssen Paare mit unerflltem Kinderwunsch selbst aufkommen. Bei drei Behandlungen belaufen sich die hlftigen Kostenanteile auf insgesamt bis zu 6.000 Euro. Kommt ein vierter Versuch hinzu, dessen Kosten sowie der Aufwand fr weitere Manahmen in voller Hhe vom Paar selbst zu tragen sind, erhhen sich die finanziel- len Belastungen schnell auf bis zu 10.000 Euro.

Nach Schtzungen der Deutschen Gesellschaft fr Gynkologie ist der Kinderwunsch hierzulande bei rund 1,5 Millionen Paaren unerfllt. Die psychische Belastung fr die- se Paare ist hoch. Viele fhlen sich mit ihren Sorgen in diesem hochsensiblen Bereich auch finanziell alleingelassen. Statistiken zeigen, dass seit der rot-grnen Gesundheitsreform im Jahr 2004 und der damit einhergehenden massiven Absenkung des Kostenbernahmeanteils der GKV die Zahl der Geburten nach einer Kinderwunschbehandlung von etwa 17.000 auf 8.000 im Jahr zurckgegangen ist. Experten schtzen, dass deshalb fr etwa 10.000 Paare der Kinderwunsch nicht realisierbar ist. Angesichts dieser Problematik ist es begrenswert, dass die Bundesregierung ein Frderprogramm zur Untersttzung von Paaren mit unerflltem Kinderwunsch initiiert hat.

Download des Antrages
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