Verfahren zur Altersfeststellung bei minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen. Welche Rolle spielt der Landesbetrieb Erziehung und Beratung (LEB)?

Daniel Oetzel, sportpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, fragte den Senat vor dem folgenden Hintergrund: 27.01.2016

§ 42 f SGB VIII regelt das behördliche Verfahren zur Altersfeststellung. Gemäß § 42 f Absatz 1 SGB VIII hat das Jugendamt im Rahmen der vorläu- figen Inobhutnahme der ausländischen Person gemäß § 42a SGB VIII deren Minderjährigkeit durch Einsichtnahme in deren Ausweispapiere festzustellen oder hilfsweise mittels einer qualifizierten Inaugenscheinnahme einzuschät- zen und festzustellen. Auf Grundlage der in einem Aufnahmegespräch ermittelten Informationen wird eine Altersfeststellung vorgenommen. Ist das Alter ohne Zweifel unter 18 Jahre, wird die Alterseinschätzung von mindestens zwei pädagogischen Fachkräften oder mindestens einer sozialpädagogischen Fachkraft und einer in der Sache kundigen Verwaltungskraft vorgenommen. Die mit der Alters- schätzung beauftragten Fachkräfte besitzen in der Regel langjährige Berufs- erfahrung im Umgang mit jungen Menschen. Das Anforderungsprofil für die sozialpädagogischen Fachkräfte enthält mindestens folgende Merkmale:

- staatliche Anerkennung und langjährige Berufserfahrung in der Krisenin- terventionsarbeit oder gleichwertige Fachkenntnisse,

- ErfahrungswissenindersozialpädagogischenArbeitmitjungenMenschen.

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