Ausbau der Zusammenarbeit der Lnder Schleswig-Holstein und Ham- burg im Bereich der Forschung

Daniel Oetzel, Sprecher für Wissenschaft, Familie und Sport der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, beantragte vor dem folgenden Hintergrund: 6.12.2017

Intensiv vernetzte Forschungsinfrastrukturen sind neben den Forschenden und den Institutionen eine wesentliche Grundvoraussetzung fr ein leistungsfhiges Wissen- schaftssystem. Damit wissenschaftlich anspruchsvolle Fragestellungen und internati- onal anschlussfhige Spitzenforschung betrieben werden kann, ist die Wissenschaft auf den Einsatz von umfangreichen Forschungsstrukturen angewiesen. Mit einer modernen Forschungs- und Hochschulinfrastruktur kann eine Wissensregion zu einer Modellregion werden. Die bisherige Zusammenarbeit der Lnder Schleswig- Holstein und Hamburg und die Erfahrungen aus der Vernetzung der Zusammenarbeit in der Metropolregion sind dabei eine gelungene Voraussetzung. Die Zusammenarbeit der staatlichen Hochschulen in Schleswig-Holstein und Hamburg hat sich in den letzten Jahren in vielen Studienangeboten intensiviert. Dadurch konn- ten viele Angebote und Studienschwerpunkte gesichert werden. Jeder eigene Hochschulstandort erlangt durch institutionelle Forschungsschwerpunkte und Potenzialbereiche ein eigenes Forschungsprofil, die je nach Standort zustzlich durch Exzellenzcluster unterlegt sind. Um sich gegenseitig zu strken, ist es sinnvoll, wenn groe Forschungsvorhaben zwischen den einzelnen Hochschulstandorten und Forschungseinrichtungen abgestimmt werden. Der Landtag in Schleswig-Holstein und die Hamburgische Brgerschaft sehen die Notwendigkeit, dass die Strukturen der wissenschaftlichen Forschung in beiden Ln- dern enger kooperieren und dass auf dieser Grundlage eine gemeinsame For- schungsregion Schleswig-Holstein Hamburg entsteht. Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit beider Lnder ist bei DESY das Centre for Structural Systems Biology (CSSB) auf dem Campus des DESY in Hamburg, an dem die Infektionsforschung gebndelt wird. Zudem beteiligen sich beide Lnder bereits seit Lngerem gemeinsam an der Frderung des Leibniz-Informationszentrums Wirt- schaft (ZBW) und des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, Zentrum fr Material- und Kstenforschung. Ein wichtiger Teil der gemeinsamen Forschungslandschaft ist aufseiten Schleswig- Holsteins der Rntgenlaser XFEL in Schenefeld. In Hamburg wird mit DESY seit vie- len Jahren erfolgreich Spitzenforschung in einem zu den weltweit fhrenden Beschleunigungszentren durchgefhrt. DESY und XFEL werden ein Magnet fr Gastforscherinnen und Gastforscher aus vielen Nationen. Eine engere Kooperation dieser beiden Forschungseinrichtungen im Hinblick auf Wissenstransfer, Nutzung der Forschungsinfrastruktur und Angebote fr junge Forscherinnen und Forscher aus Schule und Studium bietet beiden Seiten sinn- volle Perspektiven. Am Forschungszentrum Bahrenfeld (DESY) wurden bereits ber einen lngeren Zeit- raum hinweg positive Erfahrungen mit einem Besucherkonzept gesammelt. Die Freie und Hansestadt Hamburg strebt dort die Errichtung eines Besucherzentrums an (sie- he Drs. 21/10919 der Hamburgischen Brgerschaft). Auch der neu erffnete For- schungscampus XFEL in Schenefeld verspricht wie DESY ein herausragender Anzie- hungspunkt fr Forscherinnen und Forscher zu werden. Daher sieht es die schleswig- holsteinische Landesregierung als dringend erforderlich an, den XFEL-Forschungs- campus regelmig fr Besucherinnen und Besucher zu ffnen.

Download des Antrags
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