Prfung eines Ausstellungshonorarfonds fr bildende Knstler

Daniel Oetzel, Sprecher für Wissenschaft, Familie und Sport der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, beantragte vor dem folgenden Hintergrund: 16.05.2018

Die Frdermittel fr bildende Kunst in Hamburg sind in den letzten Jahrzehnten nicht signifikant erhht worden und die Lebenssituationen der Kulturschaffenden in der bildenden Kunst oft prekr. Die 14 Off-Rume, die zusammen mit dem Kunsthaus Hamburg faktisch die stdtischen Galerien darstellen, erhalten ber die jhrliche Pro- grammfrderung der Kulturbehrde lediglich 1.000 Euro pro Raum pro Jahr Honorar- anteil. Die Hamburg Stipendiaten/-innen beziehen fr ein Jahr eine Frderung von 820 Euro pro Monat, die seit 1981 nicht angepasst wurde. Ein Problem bei dem Aufbau der wirtschaftlichen Existenz von Knstlerinnen und Knstlern ist dabei, dass es regelmig keine Vergtungen fr Ausstellungen gibt. Whrend Musiker und Schau- spieler fr die Prsentation ihrer Kunst ein Honorar erhalten, gibt es im Bereich der bildenden Kunst oft lediglich den Verkauf als Mglichkeit einer wirtschaftlichen Nutz- barmachung der Kunst. Bei Ausstellungen wird aber prinzipiell zwischen reinen Aus- stellungen und Verkaufsausstellungen (zum Beispiel Galerien) unterschieden. Ein Verkauf ist nur bei der letzteren mglich. Erschwerend kommt hier hinzu, dass heute viele Bereiche der bildenden Kunst immateriell sind (zum Beispiel temporre Installa- tionen, Performances). Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie das Land Hamburg den kulturellen Beitrag seiner bildenden Knstler bewertet und wie sichergestellt werden knnte, dass die bildende Kunst in Hamburg in Zukunft auf einem hohen Niveau praktiziert wird. Ein Vergleich der Bundeslnder zeigt, dass es neben der Projektfrderung auch andere Frderinstrumente fr die bildenden Knste gibt. So stellt das Land Berlin beispiels- weise einen eigenen Etat fr Knstlervergtungen zur Verfgung (Berliner Modell der Ausstellungshonorare), der nicht aus einer Taxe (analog der Kulturtaxe in Hamburg) gespeist wird, sondern fest im Haushalt verankert ist.

Download des Antrags
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