Prvention von Ausbildungsabbrchen ist ein Schritt zur Fachkrftesi- cherung am Standort Hamburg

Daniel Oetzel, Sprecher für Wissenschaft, Familie und Sport der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, beantragte vor dem folgenden Hintergrund: 22.08.2018

In den Jahren 2012 2015 wurde mit dem Projekt PraeLab der Versuch unternom- men, Bildungsbrche durch die Etablierung eines Frhwarnsystems zu reduzieren. Dieses Frhwarnsystem sollte es Personen in der Bildungs- und Berufsberatung ermglichen, Jugendliche mit Ausbildungsabbruchrisiko schneller zu identifizieren und prventiv wirksame Beratungs- und Untersttzungsmanahmen anzubieten. Die Notwendigkeit einer solchen Manahme ergibt sich aus dem Berufsbildungsbe- richt 2017: Im Berichtsjahr 2015 wurden bundesweit circa 25 Prozent der Ausbil- dungsvertrge, also knapp 143.000 Ausbildungsvertrge, vorzeitig gelst. Circa 35 Prozent der Vertragslsungen erfolgten im ersten Ausbildungsjahr und noch in der Probezeit. Wiederum circa die Hlfte aller jungen Menschen mit vorzeitiger Vertrags- lsung erwirbt (zunchst) keinen Berufsabschluss.1 Das Frhwarnsystem hat folgenden Aufbau: Im Rahmen einer freiwilligen Online- Selbsteinschtzung bewerten die Auszubildenden zunchst ihre berfachlichen Kom- petenzen und ihre Ausbildungssituation. Die Teilnehmer erhalten daraufhin ein indivi- duelles Kompetenzprofil, das auch eine Aussage zu mglichen Abbruchrisiken enthlt. Die Angaben der Teilnehmer sollen weiterhin dafr genutzt werden, den Teilnehmern eine individuelle Beratung anzubieten. Eine Analyse des Kompetenzprofils, individuelle Beratung und ein Angebot von dem Profil entsprechenden Alternativen knnen einen erheblichen Beitrag zur Verringerung von Ausbildungsabbrchen leisten. Da in Hamburg ebenfalls hohe Vertragslsungs- quoten zu beobachten sind, gibt es entsprechend auch ein gesteigertes Interesse an Prventionsmglichkeiten im Hamburger Institut fr Berufliche Bildung (HIBB). Derzeit bestehen offenbar berlegungen PraeLab in Hamburg an bis zu drei Berufs- schulen zu testen. Die Auswahl der Berufsschulen soll in enger Abstimmung mit der Agentur fr Arbeit Hamburg erfolgen. Bei der Durchfhrung sollten zudem die rtli- chen und zeitlichen Gegebenheiten (Klassenraum mit EDV-Ausstattung, Zeitbedarf fr Befragung) beachtet und der Fokus auf Klassen mit hohem Abbruchrisiko gelegt wer- den. Ein erstes Beratungsangebot sollte ab Februar 2019 zur Verfgung stehen.

Download des Antrags
!
!
!
!
!
!
!
!
!