Nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt Geflchtete, Betriebe und Vermittlungsfachkrfte untersttzen

Daniel Oetzel, Sprecher für Wissenschaft, Familie und Sport der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, beantragte: 02.01.2019

Ende 2017 hat das Institut fr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) eine Onlinebe- fragung von Fachkrften durchgefhrt, die in Agenturen fr Arbeit und Jobcentern regelmig mit der Beratung und Vermittlung von Geflchteten befasst sind.1 Durch ihre Ttigkeit kennen sie die Herausforderungen am Arbeitsmarkt. Im Oktober 2018 waren in Deutschland 463 000 arbeitssuchende Geflchtete regis- triert, darunter waren fast 183 000 arbeitslos. Das waren gut 8 Prozent aller Arbeitslo- sen.2 Derzeit bietet die Arbeitsmarktlage sowohl in Deutschland als auch in Hamburg gute Voraussetzungen fr eine Integration in Beschftigung. Beleg dafr ist unter anderem die aktuelle Studie von Movinga, danach belegt Hamburg im weltweiten Ranking der beliebtesten Stdte unter Arbeitssuchenden Platz vier.3 Die Zustndigkeit fr die Beratung ber Arbeitsmarktchancen von Geflchteten liegt vor der Bewilligung des Asylantrages bei der Agentur fr Arbeit, nach Bewilligung des Antrages beim Jobcenter. Die Fachkrfte der Arbeitsverwaltung sollen die Aufnahme einer Erwerbsttigkeit untersttzen, indem die Fhigkeiten und Kenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern mit den Anforderungen der Betriebe zusammenge- bracht werden. Die grten Integrationshemmnisse von Geflchteten bei der Arbeitsaufnahme aus Sicht der befragten Vermittlungsfachkrfte sind: geringe Sprachkenntnisse, nicht ver- wertbare Qualifikationen, ungeklrter rechtlicher Status (jedenfalls bei Leistungsbezug im SGB III), geringe Mobilitt, Betreuungspflichten, Unkenntnis der hiesigen Rollen- vorstellung, geringe Motivation, gesundheitliche Einschrnkungen, Abbruch von Ma- nahmen sowie die Wohnsitzauflage. Die Vermittlungsfachkrfte wurden darber hinaus gebeten, eine Einschtzung dar- ber abzugeben, welche Manahmen sie fr geeignet halten, die Einstellungsbereit- schaft von Betrieben gegenber Geflchteten zu erhhen. Die betriebliche Erprobung von Geflchteten beim Arbeitgeber wird am hufigsten als geeignetes Mittel zur Erh- hung der Einstellungsbereitschaft von Betrieben genannt. Weitere geeignete Ma- nahmen sind die Untersttzung beim Erwerb von Sprachkenntnissen, finanzielle Hilfen in Form von Eingliederungszuschssen, Beratung der Betriebe zu rechtlichen Rah- menbedingungen, eine weitergehende Betreuung auch nach einer erfolgreichen Ver- mittlung in Arbeit, Jobmessen fr Geflchtete und Betriebe, die Untersttzung bei fachlichen Weiterbildungen et cetera.

Download des Antrags
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