Umgang mit fragwrdigen und grenzberschreitenden pdagogischen Konzepten

Daniel Oetzel, Sprecher für Wissenschaft, Familie und Sport der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, beantragtet: 20.11.2019

Das Konzept des Original Play ist uerst umstritten. Die groe krperliche Nhe begnstige mglicherweise Grenzberschreitungen1 in Kitas und die Methode ist wis- senschaftlich und entwicklungsbiologisch nicht fundiert und laufe Grundbedrfnissen 2 von Kindern zuwider. In der medialen Berichterstattung des ARD-Magazins Kontras- te3 wurden auch in Hamburg erneut Kitas bekannt, welche dieses Konzept anwand- ten. Nach Aussage des Senats hat die fr Kindertagesbetreuung zustndige Behrde das pdagogische Konzept von Original Play geprft und kam zu der Auffassung, dass sich das Konzept an den Bedrfnissen Erwachsener orientiert und keinen pdagogi- 4 scher Mehrwert fr Kinder bietet. Unsere Kinder mssen in Hamburger Kindertages- einrichtungen eine angstfreie Betreuung ohne Grenzberschreitungen wie durch die Anwendung zweifelhafter pdagogischer Konzepte wie Original Play erleben. In der Vergangenheit hat die Kita-Aufsicht gegenber Trgern offenbar erst nach Bekanntwerden der Durchfhrung des Konzeptes Original Play die ablehnende Hal- tung zu diesem Konzept verdeutlichen knnen. Hier htte es Kita-Trgern bereits geholfen, wenn sie sich im Vorfeld ber die Einschtzung der Kita-Aufsicht zu unter- schiedlichen Konzepten und/oder Anstzen htte informieren knnen. Fr die Zukunft kann dies beispielsweise in Form von transparenten Negativkriterien realisiert werden. Zentral ist hierbei, dass pdagogische Wirksamkeit oftmals auch im Auge des Betrachters liegt. Ziel der Negativliste ist es daher nicht, bestimmte Konzepte politisch als pdagogisch wertvoll oder wertlos einzuordnen, sondern die Einhaltung gesell- schaftlich anerkannter Mindeststandards zur Ermglichung einer angstfreien und von Respekt geprgten Betreuung und Erziehung in der Hamburger Kindertagesbetreuung zu gewhrleisten.

Download des Antrags
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