Pokmon Go: Auswirkungen eines neuen Trends in Hamburg

Daniel Oetzel, sportpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, beantragte vor dem folgenden Hintergrund: 23.08.2016

Seit Anfang Juli 2016 ist das Spiel Pokmon Go fr Handheld-Mobilgerte wie Smartphones und Tablet-Computer erhltlich. Nach einem Monat haben mehrere Millionen Menschen das Spiel weltweit heruntergeladen und bege- ben sich auch in Hamburg im realen Leben in groer Zahl an verschiedenen Orten in der Stadt auf virtuelle Monsterjagd.

Beim Spielen versammeln sich Pokmon-Fans an beliebten Pokstops in Hamburg, um die umliegenden virtuellen Monster einzusammeln. In Dssel- dorf zum Beispiel wird fr die Pokmon-Go-Spieler die beliebte Girardet- Brcke an der Prachtmeile K zeitweilig fr den Autoverkehr sogar gesperrt. Damit reagiert die Verwaltung auf den hohen Andrang. Auch in Hamburg wird an vielen ffentlichen Orten teilweise unabhngig von vorhandenen Ver- kehrswegen und -knotenpunkten sowie an Pltzen, in Naturflchen oder in ffentlichen Einrichtungen gespielt. Dabei kann es auch mit Verkehrsteil- nehmern zu Behinderungen und gefhrlichen Situationen kommen.

Jeder fnfte Deutsche (21 Prozent) war laut einer reprsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom bereits auf der Jagd nach den Mons- tern. Acht von zehn Deutschen (81 Prozent) haben schon von dem Spiel gehrt oder gelesen. 50 Prozent der befragten Personen halten das Spiel fr eine gute Sache, weil es die Spieler dazu motiviert, aus dem Haus zu gehen und sich an der frischen Luft zu bewegen. Allerdings stufen sieben von zehn Befragten das Spiel fr gefhrlich ein, da es die Spieler zu sehr von ihrer Umwelt ablenkt zum Beispiel im Straenverkehr. Fast die Hlfte aller Befragten (47 Prozent) findet es zudem rgerlich, wenn Menschen unter- wegs wegen des Spiels vermehrt auf ihr Smartphone schauen. Ganz anders sehen das die Pokmon-Go-Spieler selbst: Von ihnen hlt nur jeder Fnfte (20 Prozent) das Spiel fr eine gefhrliche Ablenkung.

Download des Antrages
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